Befreiung der Kreativität

Heute soll es um ein besonderes Thema gehen, um den eigenen Stil, genau genommen ums befreite, kreative Sein. Da ich das schon von kindan durchziehe, gab es bei mir kaum einen Tag an dem es mir langweilig wurde. Im Grunde ist es ein Übergang vom Kleinkindgekrizzel über eine Art Bildsprache und weitere Übergange bis hin zu unterschiedlichen Arten der kreativen Darstellungen in Wort und Bild. Dabei gibt es so unendlich viele Möglichkeiten, die mir immer noch schier begeistern, wenn ich an Hildegard von Bingen denke, die ihre eigene Schrift erfunden und Bücherserien geschrieben hat, die heute zum Teil noch nicht ganz verstanden werden.

Bibliotheken beherbergen ganze Schätze zum Teil fantastisch illustrierter Verschriftungen. Und was man dort vor allem findet ist – Zeit. Ohne diese Werke wüssten wir wenig über das Leben und Wirken der Menschen in der Vergangenheit. Im jetzigen digitalen Zeitalter geht es um Schnelligkeit, sind es eher große Rechner, die dieses Wissen speichern, natürlich gut für die Umwelt es wird weniger gedruckt, doch kann so manches Wissen auf dem Rechner verloren gehen oder für ewig in einem Dornröschenschlaf schlummern.

Durch die sozialen Medien sind wir gewöhnt schon vom ersten Augenschlag am Morgen schnell zu überfliegen, weg zu wischen oder herunterzuscrollen, es ist eine besondere Art des rundumdieUhr-Querlesens entstanden, stets durchdrungen durch Werbeanzeigen oder Blitzinformationen aus dem Leben der anderen.

Das kann gerade für hochsensible Menschen ein Überfluss an Infos und Bildern sein.

Wie findet ein Umkehren zur Konzentration auf das Wesentliche statt? Denn so lassen sich kreative Ziele des Tages umsetzen, ohne sich mit anderen zu vermischen. Eigene Ideen entstehen am ehesten, nach einer inneren Reinigung von fremden Eindrücken, einem Befreien aus den vielen inspirierenden Inputs. Ohne Vergleich im außen ein leeres Blatt füllen, mit Worten oder Bildern aus dem eigenen Schöpfertum. Oder über die gezielte Inspiration dahin zu finden, was dem eigenen kreativen Schreibstil entspricht, dem inneren Ruf nach der eigenen Kreativität. Das kann einige Zeit dauern, sich wieder zu finden, denn der Funke dafür glüht seit der Geburt in der Kammer des/ der inneren Künstlers/in.

Tipp:

Täglich einfach frei schreiben was einen beschäftigt, sich und sein Kopfkino leer schreiben, auf Papier, in ein schönes Büchlein oder am PC (wobei handschriftlich mehr zentriert). Oder über die Meditation den inneren stillen Raum finden, das sogenannte Höhere Selbst, ich nenne es den göttlichen Funken an Kreativität, der genau das Bild oder die Information zeigt, wo der nächste rote Faden auf dem Weg hin zu einer erfüllten befreiten Kreativtät ist.

Und dann gibt es da noch die Begeisterung am Tun selbst, die intuitiv führt und leitet.

In meinen Beratungen und Workshops geht es um genau dieses Finden des eigenen Stils, ein Aktivieren, herausfinden aus Abhängigkeiten oder Ablenkungen, die blockieren und den eigenen Weg verhindern (können). Egal in welchem Beruf man arbeitet oder sich verwirklichen möchte, jeder ist besonders begabt in seinem befreiten, kreativen, goldenen Sein.

 

6 Gedanken zu “Befreiung der Kreativität

  1. newvisionspublications schreibt:

    Ich sehe das genauso, bin auch schon immer sehr kreativ gewesen und liebe es auch, Bücher und Zeitschriften und alles mögliche durchzulesen. Zur Bibliothek gehe ich aber nicht mehr. Wir stattdessen bei uns auf dem Hof eine Bibliothek angelegt, wo wir so viele Bücher und Zeitschriften haben, dass wir immer was finden, wenn wir was suchen. Aber ich sammle auch alte Bücher und Zeitschriften. Oftmals setze ich mich mit diesen abends hin, anstelle fern zu sehen oder sowas. Es ist irgendwie schöner, mit sich selbst und den Gedanken allein zu sein, als diesen ständigen Inflow zu haben.
    Wir haben ein Buch über Homeschooling herausgebracht und da haben wir auch ein ganzes Kapitel zum Thema Überwältigung mit drin, denn kann es wirklich angehen, dass wir ständig umbeall irgendwas oder irgendwelche Informationen aufgedrängt bekommen? meiner Meinung nach sind viele Diagnosen völlig überflüssig, denn ich bin nicht der Meinung, dass mit Menschen, die auf diese Überwältigung empfindlich reagieren, etwas nicht stimmt, sondern eher mit der Gesellschaft, die ständig immer und überall uns was aufzwingen will. Und warum? Letztendlich damit der Rubel rollt – doch jeder hat selbst das Recht, zu sagen nein danke, ich will gerne meine Ruhe haben!

    Gefällt 1 Person

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