Nutze die Kraft

Affirmation: „Ich nutze die Kraft dieser dunklen Tage und wandle sie um in Licht, das mich und die Welt erhellt.“

Die Tage nach der Wintersonnwende werden als Rauhnächte bezeichnet. Darüber hast Du sicher schon etwas gelesen, gesehen oder erfahren. Was tun, wenn die Schleier dünn sind, Energien auf einen einwirken, die verwirren und Träume über Dich hereinfallen?

Bleiben. Drin bleiben. In Dir. In der Stille. In der Wahrnehmung. Bewusst sein und drin bleiben. Da bleiben.

Die Natur bleibt. Sie ist in der Stille. Alles erscheint wie in einem Traum. Sie erträgt in dieser ruhigen Stimmung  das Warten. Kostet zärtlich vom sanften Winterlicht, das ab und zu durch die Wolken bricht und brütet im Inneren. So können wir dies ihr nach tun. Von heimlichen, leisen Momenten des Glücks kosten. Im Herzen etwas ausbrüten, was zaghaft ruft.

Vor einigen Jahren habe ich ein Buch geschrieben. Ein Buch für Kinder und Erwachsene über den Wert unserer Natur, über das Erwachen der eigenen Kraft, über Menschen, die zerstören um zu erschaffen. Bisher habe ich davon nur wenigen erzählt. Es ist hier, unveröffentlicht. Ich möchte Dir einen kleinen Auszug davon schenken. Vielleicht erweckt es bei Dir einen Traum, zu wachsen, zu heilen, zu träumen:

„Keiner von uns wusste einen anderen Weg, wir haben vieles überlegt und versucht. Bis wir von dir erfahren haben“, der Bärtige, Furuolle, sah direkt in Floras blaue Augen. „Du bist die, auf die wir jetzt so lange gewartet haben. Dank deiner Fähigkeiten haben wir wieder Hoffnung.“

Fähigkeiten? Flora schluckte. Was meinte dieser, äh, Waldelf – sie konnte immer noch nicht fassen, dass sie sich hier mit Fabelwesen unterhielt – damit? Sie merkte, wie sich Finn neben ihr noch mehr versteifte. Da fing der dritte Älteste an zu sprechen.

„Ich bin Meister Selpa. Wir sind hier zusammen gekommen, um euch zu zeigen, dass es mehr zwischen Himmel und Erde gibt, als ihr euch erträumen könnt. Alle Lebewesen brauchen die Natur. Was dir Flora, in die Wiege gelegt ist, ist vielen leider nicht bewusst. Dass die Pflanzen beseelt sind, die Bäume einen Geist und die Sonne und der Mond einen Einfluss auf alles haben. Das Gefüge unserer Welt im magischen Wald ist aus der Bahn gekommen, die Natur leidet und wird sterben. Wenn nichts unternommen wird. Die ganze letzte Nacht beratschlagten wir, ob es die richtige Entscheidung ist, und wer dich, Flora, begleiten wird. Wie ich sehe, hast du einen Freund mitgebracht“, Meister Selpa musterte den beunruhigten Finn. „Gwyndor und Magnus werden außerdem mitkommen – und Stella.“

„Wie bitte, Stella?“, Flora riss die Augen auf.

Ihr schwante etwas. Leider hatte sie heute früh in ihrer Eile nicht mehr auf dem Schreibtisch nachgesehen. Flora trommelte mit den Fingern und überlegte. Ließ sie nicht nach dem Regen gestern ihr Fenster offen, weil sie die Luft so herrlich erfrischend fand? Sie wandte sich an Mangus. „Du warst es! Du hast mich beobachtet, als ich im Garten gearbeitet habe. Wusste ich es doch, dass da jemand im Baum lauerte. Und wo ist er nun, wo ist mein Brief?“, entfuhr es ihr. Die Eule wollte gerade antworten, da hörten sie eine laute Stimme. „Hier!“ Die Stimme kam von rechts neben dem Felsen. Eine große Amazone trat hervor und wedelte mit Floras Brief. Er wirkte sehr viel gelesen und abgegriffen, als wäre er bereits viele Jahre alt.“…

www.christinegeier.com

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